Brombeermet
Für Brombeermet benötigst Du neben dem Honig eine nicht unbeachtliche Menge Brombeeren. Da sie im Einkauf frisch oder tiefgefroren wahnsinnig teuer sein können (über 20€/kg sind keine Seltenheit), ist es ratsam, sie im Sommer selbst zu pflücken und für später einzufrieren, falls sie nicht sofort benötigt werden. Die Beeren können je nach Standort von Juni bis August gepflückt werden. Halte am besten beim nächsten Spaziergang Ausschau nach einem guten Brombeerstrauch.
Benötigtes Equipment siehe Met Grundrezept
Zutaten:
- 4,5l sauberes Trinkwasser
- 1,2kg Honig
- 1-2g Met- oder Weinhefe – z.B. Bulldog Mead Trockenhefe (online erhältlich, enthält bereits Hefenährsalze)
- 1kg Brombeeren
- Optional:
- 1g Hefenährsalz (Unterstützt die Hefen bei der Gärung)
- 1g Kaliumsorbat und 1g Natriumdisulfit (Deaktiviert die Hefe, damit nach dem Nachsüßen nichts weitergärt)
- 1g Bentonit (zur Klärung des Weins)
Anleitung:
- Honig im Wasser lösen:
- Honig und Wasser kurz erhitzen, bis alles gelöst ist.
- Honigwasser abkühlen lassen.
- Tipp: Mit dem Rezept sollten etwa 10%vol. Alkohol möglich sein. Wer es genau wissen möchte, kann jetzt mit dem Hydrometer den die Dichte messen (unbedingt notieren!), um später den tatsächlichen Alkoholgehalt berechnen zu können.
- Gärung starten:
- Die Mischung auf unter 30°C abkühlen lassen, um die Hefe nicht zu beschädigen.
- Hefe nach Packungsanweisung vorbereiten und (ggf. zusammen mit dem Hefenährsalz) zur Flüssigkeit geben.
- Den Behälter abgedeckt an einem warmen, dunklen Ort stehen lassen. Nach etwa einem Tag sollte die Gärung sichtbar in vollem Gange sein.
- Tägliches Umrühren: Für drei Tage ein- bis zweimal täglich umrühren und dabei die obere Schicht unterheben.
- Weitergärung:
- Das Gefäß mit einem Gärspund verschließen (alternativ einen Gummihandschuh oder Ballon verwenden, in den mit einer Nadel ein winziges Loch gepiekt wurde, so können Gase gut entweichen, ohne dass Obstfliegen oder Außenluft den Weg hineinfinden).
- Gären lassen, bis keine Blasen mehr aufsteigen oder der Zuckerwert über 48 Stunden konstant bleibt. Das kann einige Wochen dauern, manchmal Monate.
- Jetzt kann mit dem Hydrometer gemessen werden, um den tatsächlichen Alkoholgehalt zu errechnen – aber nur, wenn vor der Gärung der Zuckergehalt gemessen wurde.
- Brombeeren hinzufügen
- Den Wein mit Hilfe des Schlauches von der Hefe abziehen, in einen sauberen Behälter hinein (wieder mit einem Deckel mit Gärspund). Dieser sollte nicht bis oben gefüllt sein, denn wir benötigen Platz für die Beeren.
- Die Brombeeren hinzufügen, umrühren und das Gefäß verschließen. Den Met so zwei bis vier Wochen ziehen lassen. Dabei kann durch den Zucker in den Beeren ein erneuter Gärungsvorgang einsetzen, das ist aber kein Problem, sondern nur ein Zeichen dafür, dass wir reife Beeren gepflückt haben.
- Klärung und Stabilisierung
- Nach der Ziehzeit die Brombeeren mit einer Siebkelle aus dem Met entnehmen nehmen und die Flüssigkeit erneut von der Hefe abziehen. Für weitere Klärung den Met so noch einmal vier bis zwölf Wochen stehen lassen und danach wieder vom Hefesatz abziehen.
- Klärung: Bentonit oder Gelatine kann zur Klärung hinzugefügt werden (danach muss erneut vom Bodensatz abgezogen werden). Bei der Verwendung die Packungsanleitung beachten.
- Stabilisieren und Nachsüßen: Wenn Nachsüßen erwünscht ist, den Wein 24 Stunden vorher mit Kaliumsorbat und Natriumdisulfit stabilisieren. Das verhindert eine erneute Gärung im Wein.
Zusätzliche Hinweise:
- Hygiene: Achte auf gründliche Reinigung und Desinfektion aller Geräte, um Infektionen zu vermeiden.
- Geduld: Met braucht wie andere Weine auch Zeit, und oft vergehen ein paar Monate, bis sich alle Aromen optimal miteinander verbunden haben.
- Abfüllen:
- Hat der Brombeermet vor dem Abfüllen noch einen erkennbaren Bodensatz und ist sonst klar, empfiehlt es sich, die Flüssigkeit noch ein letztes Mal vom Bodensatz in ein anderes großes Gefäß abzuziehen, und dann von diesem abzufüllen.
- Der Met kann in alte, gründlich ausgespülte Weinflaschen abgefüllt werden. Auch Schraubdeckel sind wiederverwendbar, sofern sie noch gut schließen und ebenfalls gereinigt und steril sind.
- Für den Verschluss mit Korken werden ein Verkorker und frische(!) Korken benötigt.
- Nach dem Abfüllen, insbesondere wenn nachgesüßt wurde, sollte man den Wein einige Zeit gut im Auge behalten. Es empfiehlt sich, eine einzelne „Testflasche“ auszusuchen, die in Abständen von mehreren Wochen regelmäßig geöffnet wird, um zu überprüfen, dass sich kein Druck durch Weitergärung entwickelt.