Schwefelgeruch

Schwefelgeruch (faule Eier, Kohlgeruch):

Mögliche Ursachen: Der Hefe mangelt es an Sauerstoff oder an Nährstoffen oder es ist zu warm.

Unter diesen Umständen produziert die Hefe Schwefelverbindungen, die unangenehm nach faulen Eiern riechen. Die gute Nachricht ist, dass man zumindest im frühen Stadium etwas dagegen tun kann.

Was kann man tun?

  1. Den Wein belüften:

Die schwefeligen Verbindungen sind oft sehr flüchtig, sodass sie in die Umgebungsluft entweichen können, wenn man dem Most genug Oberfläche und Luftaustausch gibt. Das kann man z.B. durch kräftiges Rühren oder offenes Umschütten zwischen Gefäßen erreichen. 3x täglich rühren bis der Geruch verfliegt.

  1. Nährstoffe zufügen:

Man sollte unbedingt Nährsalze für die Hefe zufügen, damit diese genügend Nährstoffe erhält und nach dem belüften nicht wieder mit der Produktion von Schwefelverbindungen beginnt.

  1. Temperatur regulieren:
    Temperaturen von über 22°C stressen einige Hefesorten derart, dass sie nicht mehr vernünftig arbeiten und Schwefelverbindungen produzieren. Versuche, den Gärbehälter auf unter 20°C zu kühlen (z.B. in eine Wanne mit kaltem Wasser stellen) und anschließend kühler zu halten. Wir empfehlen daher, im Hochsommer weder Bier noch Wein anzusetzen, wenn man keine kühlen Räume oder Keller hat.

Wenn du den Fehler schnell genug erkennst und behandelst, kann der Schwefelgeruch gänzlich verschwinden. Mit etwas Pech kann es aber auch passieren, dass er nicht mehr weggeht. Dann spricht man beim Wein vom sogenannten „Böckser“.